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11a) Heilkunde und Verwendung

 

Eichenrinde gehört zu den gerbstoffreichsten Pflanzengeweben

(Gehalt bis 20%), was man sich in Naturheilkunde und Ledergerberei nutzbar macht(e). Dafür wurde die Rinde junger Bäume abgeschält und dann gemahlen oder geraspelt. Sie wirkt auf Wunden aufgelegt blutungsstillend und infektionshemmend, als Tee gegen Durchfall, Blutungen, Leber- und Milzleiden sowie Vergiftungen, als Gurgelwasser gegen geschwollene Mandeln, Zahnfleischentzündungen und zur Festigung des Zahnfleisches, als Badezusatz gegen Hautentzündungen, Hämorrhoiden und Ekzeme. Darüber findet man seitenlange Anleitungen in Büchern und im Internet, Eichenrinde gibt es noch immer in der Apotheke zu kaufen!
Die Früchte haben heutzutage in unserem Land keine Bedeutung mehr für die Nutzung – was frühere Zeiten betrifft, wurden z.B. Eichelkaffee und -mehl bereits erwähnt.

Stadtbaum und Straßenbaum

Trauben-Eichen haben sich zudem als Stadtbaum sehr bewährt, da sie immissions- und salztolerant sind und Überschüttung des Stammfußes vertragen. Als Solitärgehölz und in städtischen Alleen können sie ihre Wirkung besonders gut entfalten und sind geeignet für innerstädtische Alleen, Parkplätze, Parks, Plätze, Promenaden/Fußgängerzonen und als Hofbaum.
Bei der Verwendung von Eichen als Straßenbaum außerhalb der Stadt muss man allerdings bedenken, dass im Herbst mit den Eicheln das Wild an die Straße gelockt wird und dies zu Wildunfällen führt. Das wäre ja durch Geschwindigkeitsbeschränkungen regelbar, wenn sich alle dran halten würden.

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(Text: A. Roloff)



Baumkönigin

Miriam Symalla Baumkönigin 2014