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Die Trauben-Eiche des Nersinger Donau-Auwaldes


am Rande des Nersinger Donau-Auwaldes stand bis vor zwei Jahren eine Traubeneiche, die aufgrund ihres Alters, ihrer Schönheit und ihrer Größe zum Naturdenkmal erklärt worden ist. Der Baum wurde im Volksmund "Napoleoneiche" genannt.Leider ist diese Eiche einem Sturm zum Opfer gefallen.Vor einigen Wochen wurde an dieser Stelle eine Ersatzbepflanzung vorgenommen: natürlich eine Traubeneiche.Über die Geschichte des Baumes berichtet der beiliegende Artikel.


Ein Maibaum? Nein, der Baum des Jahres


Wer im Mai zwischen Nersingen und Oberfahlheim am Rand des Donau-Auwaldes spazieren ging, fand einen bunt geschmückten, frisch gepflanzten Baum. Dabei handelte es sich nicht um einen Maibaum, sondern um den Baum des Jahres: eine junge Traubeneiche.

 

Bis vor knapp zwei Jahren stand an dieser Stelle noch ein Naturdenkmal: eine imposante Traubeneiche. Im Juni 2012 ist dieser Baum jedoch dem Sturm zum Opfer gefallen.

Im Volksmund wurde der beeindruckende Baum Napoleoneiche genannt. Vor der Schlacht von Elchingen im Oktober 1805 hatte sich Napoleon vis-à-vis -keine 700 Meter vom Standort des Baumes entfernt- im Pfarrhof Oberfahlheim einquartiert. Angeblich soll er auch im Schatten der Eiche gerastet haben, daher hat der Baum seinen Spitznamen erhalten.
Nach Auszählung der Jahresringe kann diese Geschichte jedoch nicht bestätigt werden. Der Baum ist demnach leider nur 120-130 Jahre alt geworden.


Bereits 1995 wurde der Baum als Naturdenkmal ausgewiesen. Als Grund für die Unterschutzstellung wurde angegeben, dass es sich um eine besonders schön gewachsene Eiche mit Bedeutung für das Landschaftsbild handelt.
Zum damaligen Zeitpunkt hatte der Baum eine Höhe von 18 Metern, der Umfang betrug 380 cm sowie der Brusthöhendurchmesser 130 cm. Die Krone hatte einen Durchmesser von 25 Metern.

 

Leider wurde der Baum durch das Unwetter vom 30. Juni 2012 entwurzelt. Die Eiche verfügte aufgrund des kiesigen Untergrundes im Auwald nur über eine schwache Pfahlwurzel. Durch das Gewicht der vollen Belaubung im Juni konnte die Wurzel dem Sturm nicht standhalten.

 

Anfang Mai 2014 hat der Grundstückseigentümer, die Waldgenossenschaft Nersingen, eine Ersatzbepflanzung vorgenommen. Da die Traubeneiche Baum des Jahres 2014 ist, war sofort klar, dass an dieser Stelle nur eine Traubeneiche gepflanzt werden soll.
Im Rahmen eines kleinen Festes haben die Mitglieder der Waldgenossenschaft mit ihren Kindern und Enkeln den neuen Baum gefeiert.

 

Herzlichen Dank an Heinrich Pickenhan, Georg Steinmayer und das Landratsamt Neu-Ulm für die Bereitstellung des Bildmaterials.


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